Those Wasted Years


In den USA gibt es im Vergleich zu Deutschland wirklich viele zerfallene Farmhäuser. Das kann einen manchmal richtig depressiv machen. Ich muss dann immer daran denken, dass irgendjemand das Haus einmal gebaut hat und sich damit einen Traum erfüllt hat, dort mit seiner Familie, seinen Kindern gewohnt hat. Und jetzt ist alles zerfallen, verwuchert, vergangen und tot.
Vor kurzem habe ich ein Gedicht gehört, dass dazu ganz gut passt:

Those Wasted Years
Theodore W. Brennan

I looked upon a farm one day, That once I used to own;
The barn had fallen to the ground, The fields were overgrown.
The house in which my children grew, Where we lived for years—
I turned to see it broken down, And brushed aside the tears.

I looked upon my soul one day, To find it too had grown
with thorns and nettles everywhere, The seeds neglect had sown.
The years had passed while I had cared for things of lesser worth;
The things of Heaven I let go while minding the things of earth.

To Christ I turned with bitter tears, And cried, ‘O Lord, forgive!
I haven’t much time left for Thee, Not many years to live.’
The wasted years forever gone, The days I can’t recall;
If I could live those days again, I’d make Him Lord of all.

Ich habe versucht es zu übersetzen, wobei ich sagen muss dass es im Original ein bisschen besser klingt… Falls jemand sich zu einer wohlklingenderen Übersetzung berufen fühlt, darf er sie gerne hier posten 😉

Verschwendete Jahre
Theodore W. Brennan

Ich schaute eines Tages auf einen Hof, den ich einst einmal besaß;
Die Scheune war dem Erdboden gleich, die Felder überwuchert.
Das Haus, in welchem meine Kinder aufwuchsen, wo wir wohnten viele Jahre-
Ich wandte mich um nur um es zerfallen zu sehen, und wischte die Tränen beiseite.

Ich schaute eines Tages auf meine Seele, und sah, dass auch sie bewachsen war
mit Dornen und mit Nesseln überall, Samen von der Vernachlässigung gesät.
Die Jahre waren vergangen, während ich für Dinge von geringerem Wert gesorgt;
Die Dinge des Himmels ließ ich gehen, während ich hatte nur die Dinge der Erde im Sinn.

Zu Christus wandte ich mich mit bitteren Tränen, und rief: “O Herr, vergib!
Ich habe nicht mehr viel Zeit für dich, nicht mehr viele Jahre zu leben. ”
Die vergeudeten Jahre, für immer verschwunden, Die Tage, die ich nicht zurückholen kann;
Wenn ich diese Tage noch einmal leben könnte, würde ich Ihn zum Herrn aller machen.

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4 Responses to Those Wasted Years

  1. Fred says:

    Ich denke, der letzte Satz sollte besser übersetzt “Wenn ich diese Tage noch einmal leben könnte, würde ich Ihn zum Herrn über Alles machen.”

  2. chris says:

    Etwas frei, aber was hältst du davon:

    Verschwendete Jahre
    (Theodore W. Brennan – Übertragung: Christof Sailer)

    Einst schaute ich auf einen Hof, den ich einmal besaß:
    Zerfallne Scheune, auf der Flur wucherte Kraut und Graß.
    Ich wendete den Blick und sah der Kinder Elternhaus
    verwittert und verlottert da, strich meine Tränen aus.

    Einst schaute ich in mein Seel‘ und hat‘ auch hier erspäht
    Dornen und Disteln überall, so achtlos hingesäht.
    Von wenig wert war, was ich tat, und Jahre zogen hin,
    Nach irdischem – nicht Himmelswerk – stand mir der eigne Sinn.

    Mit bittren Tränen klagte ich, vergib o Herr, o Christ‘
    nicht lange währt mein Leben noch, das mir gegeben ist.
    Wärn mir erneut die Jahr‘ gegeben, die achtlos ich verprasst,
    ich hätte dich in allem Herr, zum wahren Herrn gemacht.

  3. chris says:

    Graß –> Gras 😉

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