Die Welt verändern

Ein alter Rabbi auf dem Sterbebett stellte einmal fest:
“Als ich jung war, wollte ich die Welt verändern. Als ich älter wurde erkannte ich, dass dieses Ziel zu ehrgeizig war, darum versuchte ich mein Volk zu verändern. Als ich älter wurde erkannte, dass ich auch mein Volk nicht verändern konnte und fing ich an, mich auf meine Stadt zu konzentrieren. Doch irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nicht einmal das schaffe und so versuchte ich meine Familie zu verändern. Jetzt als alter Mann weiß ich, dass ich damit hätte anfangen sollen, mich selbst zu verändern. Wenn ich bei mir selbst angefangen hätte, dann hätte ich vielleicht dabei Erfolg gehabt meine Familie, die Stadt oder sogar mein Volk zu verändern – und wer weiß, vielleicht sogar die ganze Welt.”

Eine starke Erkenntnis von dem alten Rabbi. Und ich denke er hat Recht. Aber sich selbst zu verändern, das ist gar nicht so leicht. Als ich jung war (oder jünger…), da habe ich mir viel vorgenommen und wollte mich sehr verändern. Aber heute, nach 20 Jahren unzähliger Versuche, muss ich bekennen, dass ich in vielen Bereichen nicht sehr erfolgreich war. Zum Beispiel schaffe ich es trotz 15 Jahren unzähliger neuer Anläufe, Versuche und Strategien nicht, morgens rechtzeitig aufzustehen. Oder wo sind nur das tägliche Training und der Waschbrettbauch? In diesen und vielen anderen Punkten muss ich bekennen, ich will mich verändern, aber ich schaffe es einfach nicht. Wie will ich denn da die Welt verändern?!

Mir bleibt eigentlich nur, in Jeremias Gebet miteinzustimmen (Jeremia 17:14): “HERR, hilf du mir, so ist mir geholfen;” Auf deine Hilfe Gott bin ich angewiesen. Hilf Du mir mich zu verändern, nur dann kann ich in dieser Welt etwas verändern!

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3 Responses to Die Welt verändern

  1. chris says:

    True stuff…

    Wie hat es George MacDonald so schön auf den Punkt gebracht:

    Foolish is the man, and there are many such men, who would set the world right by waging war on the evils around him, while he neglects that integral part of the world where lies his business, his first business-namely, his own character and conduct.”

  2. Roy King says:

    I have such an arms length view of change that is so different from God’s. I think God intends for change to start in the heart and then flow out… but often I waste time seeking to change the structure, policy or budget and fail to back up and start with the lesson God is directing inside of me.

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